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Datum: 31.07.2009 bis 07.08.2009 Uhrzeit: 09:00 - 22:00

Falsche Farben in PNG Bildern im Internet Explorer 6 bis 8.0

Update "verunfallt"

Dieser Blogeintrag könnte auch durchaus unter dem Titel "Warum es mit modernster Microsoft-Software immer noch besser ist, auf veraltete Technologien zu setzen". Wäre nur nicht so eindeutig. Fakt: im Augenblick kann der IE8 zwar wenigstens endlich Transparenz in PNGs darstellen, so wirklich hundertrpozentige Funktionalität der Darstellung ist immer noch nicht gegeben.

(hp) Nachdem in den letzten Wochen bereits die Meldung, Outlook vollführe einen Fallback auf Word-HTML-Rendering, für wahre Freudentaumel sorgte, bin ich nun unfallweise auf ein weiteres Sorgenkind des alten Themas "Microsoft und das liebe Web" gestoßen.


 

PNG-Darstellung im Internet Explorer
Internet-Explorer contra...

PNG-Darstellung in Mozillas Firefox
Mozilla Firefox

Das Problem: Ich war gerade dabei, ein Design zu finalisieren, bei dem ich Bilder mit derselben Hintergrundfarbe wie die Fläche, auf die sie gesetzt werden, einband. Man ist ja schon vorsichtig genug, und spielt nicht mit modernen Sachen wie PNG-Transparenz herum. Alles perfekt, die Seite sah gut aus - bis ich sie im Internet Explorer öffnete.

 

Verwendete Software: Windows Vista SP2 , Internet Explorer 8, Stand: 26.07.2009

 

Die Erkenntnis: Nachdem ich erstmal einen Moment tief durchatmete und dann schon intuitiv den richtigen Gedankengang hatte - "probieren wir doch mal etwas, was schon länger existiert" - ersetzte ich die Grafiken kurzerhand durch das von der Qualität etwas schlechtere JPG-Format.

Und siehe da, der IE 8 stellte die Hintergrundfarbe der JPG-Dateien korrekt dar - das gelang ihm mit PNG nicht. So ganz zufrieden war ich damit aber immer noch nicht. Der nächste Schritt war wieder Trial and Error: Herausnehmen jeglicher Gammainformationen aus der PNG-Datei.

Das Problem ist also Folgendes: Der Internet-Explorer kann Gammawerte aus PNG-Dateien nicht richtig interpretieren.


Die Lösung des PNG Farbproblems


Übrigens: Kurze Zeit, nachdem ich die erste Fassung dieses Blogeintrags fertigstellte, stieß ich auf einen Blogeintrag, der dieses Problem als bereits länger bekannt für alle Internet-Explorer-Versionen schilderte. Wenig überraschend, aber gut zu wissen. Interessant in deisem Blogeintrag war ein Link auf ein FOSS-Tool, das den Gammawert auf einfache Weise entfernen kann:
TweakPNG - dort löscht man dann einfach die entsprechende Zeile namens "gAMA". Für mich als regelmäßiger Benutzer des GIMP ist es natürlich auch kein Problem, den Gammawert zu entfernen. Wann immer man die Option Speichern unter wählt, fragt GIMP nach PNG-Parametern - auch den Gammawert. Nichtsdestotrotz: TweakPNG ist eine wesentlich ressourcensparendere und auch schnellere Variante, dieses Problem zu bewältigen, vor allem und gerade mit bereits fertigen PNGs.


Nachgedacht...


Nun sollte man den Redmondern natürlich die Möglichkeit zugestehen, vielleicht einen Fehler gemacht zu haben und auf jeden Fall, diesen Bug auszuhebeln. Zumal die Gamma-Informationen in PNG-Dateien nun kein so großes Problem darstellen sollten.
Allerdings sollte man mir als Webentwickler auch die Bemerkung zugestehen, daß dies nur ein Ereignis in einer Reihe vieler ist, die Microsofts Ignoranz gängiger Webstandards symbolisiert. Mal ernsthaft: Hätte ein Webentwickler nicht soviel Erfahrung damit, nach Standards zu entwickeln und anschließend Webseiten noch an das Elefant-im-Porzellanladen-Verhalten von Microsofts Browser anzupassen, wäre ich nicht so schnell auf die Lösung gekommen. Und dieses nervtötende Gefühl zwischen Ohnmacht und Resignation wäre auch nicht da.
Windows zu nutzen oder nicht, ist und bleibt Geschmacks- und Bedürfnisfrage. Das Web aber hat Microsoft immer noch verschlafen.

Ich bin ja mal gespannt, wie Googles Chrome OS daherkommt - da war nämlich der Browser zuerst da und dann kommt das Betriebssystem... wenn's denn keine Ente ist und den obigen Trend nicht bestätigt, der da heißt: "Schuster bleib bei deinen Leisten".

 

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